BADEN setzt drei Schwerpunkte in der Jugendbeteiligung

wahlurneDas Jugendbeteiligungsmodell der Stadt Baden wurde von Mandatar/innen der vier mandatsstärksten Gemeinderatsfraktionen, ÖVP, SPÖ, Wir Badener und Grüne, gemeinsam mit dem überparteilichen Verein „Politik Forum Baden“ erarbeitet. Mittlerweile beteiligen sich alle sechs Fraktionen des Badener Gemeinderates aktiv an diesem Projekt. Die drei Schwerpunkte des Jugendbeteiligungsmodells liegen auf Demokratie-Workshops und einer Jugendgemeinderatssitzung für Schüler/innen der 8. Schulstufe sowie der Neukonzeptionierung des Jugendbeirats, der als Diskussionsforum für alle Badener Jugendlichen fungiert.

 

 

wahlurneiiDemokratie-Workshop

Um die Schüler/innen auf die Jugendgemeinderatssitzung vorzubereiten, werden Mitglieder des überparteilichen Vereins „Politik Forum Baden“ in den betreffenden Klassen der 8. Schulstufe des BG/BRG Frauengasse, des BG/BRG Biondekgasse sowie der Neuen Mittelschule, sogenannte Demokratie-Workshops abhalten. Diese Workshops werden im Rahmen des Geschichteunterrichts durchgeführt. Im Zuge der Demokratie-Workshops wird nicht nur die Delegierten-Wahl stattfinden, sondern die Schüler/innen erhalten auch eine allgemeine Erklärung des Projektablaufs und des Jugendgemeinderats sowie eine generelle Übersicht über die Arbeitsabläufe in der Gemeindepolitik.

Erwähnt werden:
• Aufgaben und Arbeitsweise des Gemeinderates
• Funktion und Arbeitsweise von Ausschüssen
• Ablauf der Diskussion und Abstimmung im Gemeinderat

Auch die Arbeit in einem Wahllokal soll im Zuge der Delegierten-Wahl erklärt und möglichst realitätsnah erfolgen. Die Stadtgemeinde Baden stellt Wahlkabinen und eine Wahlurne zur Verfügung, um die Delegierten-Wahl noch realistischer zu gestalten. In jeder der betroffenen Klassen wählen die Schüler/innen zwei Mandatar/innen aus ihren Reihen, die bei der Jugendgemeinderatssitzung die Interessen ihrer Klasse vertreten sollen. In der Zeit bis zur Jugendgemeinderatssitzung sollen die Schüler/innen gemeinsam mit den jeweiligen Jugendmandatar/innen Ideen sammeln, was sie in Baden verbessern möchten.

 

Jugendgemeinderatssitzungjugendgemeinderat

Die Jugendgemeinderatssitzung findet im Badener Rathaus statt. Zu Beginn werden die gewählten Delegierten des Jugendgemeinderats im Gemeinderatssitzungssaal des Rathauses zusammen treten. Danach werden die Jugendlichen Ausschüssen zu jugendrelevanten Themen zugeteilt, wo sie gemeinsam mit Beamt/innen der Stadtgemeinde ihre Verbesserungsvorschläge diskutieren und schriftliche Anträge vorbereiten. Die gesammelten Anträge werden im Plenum des Jugendgemeinderats diskutiert. Anschließend werden die Mitglieder des Jugendgemeinderats darüber abstimmen. Der Arbeitsablauf im Jugendgemeinderat ist daher der tatsächlichen Gemeinderatsarbeit sehr ähnlich. Alle Anträge, die von den Jugendlichen mehrheitlich angenommen wurden, werden an den Jugendbeirat weitergeleitet, dessen Aufgabe es ist, Empfehlungen an den Bürgermeister abzugeben.

 

Jugendbeirat 

Der Jugendbeirat ist ein beratendes Gremium des Bürgermeisters. Die Teilnehmer/innen beschränkten sich in der Vergangenheit auf Vertreter/innen von Badener Jugendvereinen. Den Gemeinderatsfraktionen war es jedoch ein Anliegen, allen Jugendlichen die Teilnahme an Diskussionen und die Mitgestaltung im Jugendbeirat zu ermöglichen. Ein Schwerpunkt des neuen Jugendbeteiligungsmodells war daher die Überarbeitung des Jugendbeirats. Seit kurzem können alle Badener Jugendlichen an den Sitzungen des Jugendbeirats teilnehmen. Die Tagungen finden nun häufiger statt, werden beworben und öffentlich gemacht. So soll garantiert werden, dass tatsächlich jeder interessierte Jugendliche daran teilnehmen kann. Anträge der Jugendgemeinderatssitzung, aber auch allfällige Vorschläge werden im Jugendbeirat besprochen, Meinungen werden gesammelt und an den Bürgermeister weitergeleitet. Nachdem alle Vorschläge der Jugendgemeinderatssitzung im Jugendbeirat diskutiert wurden, werden sie auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Da es im Sinne aller Gemeinderatsfraktionen ist, dass möglichst viele der im Jugendgemeinderat eingebrachten Ideen auch umgesetzt werden, wird sich die offizielle Gemeindepolitik intensiv mit den Verbesserungsvorschlägen beschäftigen.

 

Beispiele für umgesetzte Ideenskatepark

Bereits umgesetzte Vorschläge der Jugendlichen sind zum Beispiel die Errichtung eines Kunstrasen-Sportplatzes und eines full-concrete Skatepark inklusive BMX-Track sowie die Ausdehnung der Nutzungszeiten der Fußgängerzone mit Fahrrädern bis zum Schulbeginn, ein Benefizkonzert für Flüchtlinge oder Spätbesucherkarten für Kinder und Jugendliche im Thermalstrandbad Baden.

skater

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