2019 bringt harmonisierte Jugendgesetze in Österreich

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LR Teschl-Hofmeister: „Langjährige Forderung nach einheitlichen Regelungen umgesetzt – nun geht es um Information und Aufklärung“

Im September dieses Jahres konnte man sich auf die schon lange geforderte österreichweite Harmonisierung der Jugendschutzgesetze einigen. Jugend-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister sieht diese Entscheidung als wichtigen Meilenstein der österreichischen Jugendpolitik: „Junge Menschen haben ein Recht darauf, in aller Klarheit, mit Sicherheit und mit österreichweit einheitlichen Vorgaben durch die Jugendgesetze umfassend geschützt zu werden. Erstmals ist es uns gelungen, harmonisierte Regelungen in ganz Österreich zu schaffen, über diese gilt es jetzt zu informieren und aufzuklären.“

Das neue NÖ Jugendgesetz tritt am 1.1.2019 in Kraft und ist über die Bundesländergrenzen hinweg in ganz Österreich gültig. Die konkreten Änderungen der geplanten Novelle des NÖ Jugendgesetzes bringen neben veränderten Ausgehzeiten auch eine Anhebung auf Vollendung des 18. Lebensjahres bei Umgang mit gebranntem Alkohol und Tabakwaren. „Bei den Ausgehzeiten gibt es künftig nur mehr zwei Zeiten, die sich unsere Jugendlichen merken müssen. Unter 14 Jahre bis 23 Uhr und von 14 bis 16 Jahre bis 1 Uhr. Die Erziehungsberechtigten bleiben natürlich weiterhin entscheidend für das Ausschöpfen der Grenzen“, so Teschl-Hofmeister.

„Es freut mich sehr, dass wir uns darauf einigen konnten das gesetzliche Alter für den Tabakkonsum auf das in ganz Europa übliche Alter von 18 Jahren anzuheben. Ein höheres Einstiegsalter beim Rauchen hat positive Folgen für die Gesundheit und bewirkt darüber hinaus eine allgemeine Verringerung der Raucherzahlen“, so die Landesrätin. Die bisherigen Verbote für Tabakwaren beziehen sich nunmehr auf Tabakerzeugnisse, verwandte Erzeugnisse und auf Wasserpfeifen im Sinne des Tabak- und Nichtraucherinnen- bzw. Nichtraucherschutzgesetzes. Die Einbeziehung von sogenannten e-shishas und Verdampfern, deren gesundheitlichen Auswirkungen derzeit nicht voll einschätzbar sind, war Verantwortlichen des Jugendschutzes aus ganz Österreich besonders wichtig.

Die neuen Regelungen werden in Niederösterreich intensiv von der Jugend:info NÖ, der Fachstelle für Suchtprävention, im Rahmen von Workshops an Schulen, durch die Jugendorganisationen und durch Informationen in Jugendzentren begleitet.

„Durch diese Änderungen wird die lang geforderte österreichweite Harmonisierung der Jugendschutzgesetze nun zur Wirklichkeit. Ich freue mich über diesen Meilenstein und bin überzeugt, dass es durch dieses klare und transparente Jugendschutzgesetz, bessere Orientierung und verstärkte Sicherheit für unsere Jugendlichen geben wird“, erklärt die zuständige Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

 

 

 

 

 

 

 

 

© Josef Herfert